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Turnierbericht WMFC 2018 Prag Masters

Angespornt durch das gute Ergebnis bei der Heim-WM 2017, als nur eines von acht
Spielen verloren wurde und nur denkbar knapp das Viertelfinale versäumt wurde, trat
das ÖÄN bei der WMFC 2018 in Prag (CZE) zum 2. Mal in seiner Geschichte mit einem
Masters-Team im Vogel-Cup (Ü45-WM-Turnier) an.

 

Aufgrund einiger kurzfristiger Ausfälle stellte unser Team allerdings mit nur 9 Spielern
(Jürgen Hörhan (GK), Wolfgang Weichinger (C), Robert Nezhyba, Markus Franner, Norbert Keiblinger, Josef Grasserbauer, Martin Müller, Thomas Kapounek, Max Schmidt) den mit Abstand kleinsten Kader im Turnier.
Wie sich herausstellen sollte, bedeutete dies bei hochsommerlichen Temperaturen
einen entscheidenden Nachteil gegenüber den 18- bis 20-Mann starken Kadern der Gegner.

Zudem bekam das ÖÄN-Masters-Team gleich in den ersten 3 Spielen der WMFC 2018 den Weltmeister der beiden letzten Jahre (Russland) und die Titelaspiranten Kolumbien und Ungarn zugelost.
Trotz leidenschaftlichen Kampfes musste sich unser Team aber jeweils mit einer dem Spielverlauf gerechten Niederlage abfinden.
Noch dazu musste das Team ab Turniermitte den verletzungsbedingten Ausfall von
Tormann Jürgen Hörhan und den krankheitsbedingten Ausfall von Spielertrainer Wolfgang Weichinger für den Rest des Turniers hinnehmen.

Durch einen zwischenzeitlichen krankheitsbedingten Ausfall von Markus Franner konnte das ÖÄN-Masters-Team einen Spieltag sogar nur, unter zuvor vereinbarter Hilfe, durch Ausleihen eines britischen Verteidigers, der als Tormann eingesetzt wurde, absolvieren.

Es folgten eine klare Niederlage gegen die USA und in einem knappen Match auf Augenhöhe eine weitere Niederlage gegen Mexiko. Die einzigen drei Punkte der
Vorrunde resultierten aus dem, der TV-Übertragung des FIFA-WM-Spiels Brasilien vs Mexiko geschuldeten Nichtantreten, des brasilianischen Teams.

Somit musste unser Team 4 weitere Spiele im unteren Play-Off um die Plätze 9-13 bestreiten.
Hier steigerte sich unser Team. Zudem erklärte sich Adi Leodolter, etatmäßiger Tormann des ÖÄN-Morell-Teams, bereit, das ÖÄN-Tor in beiden Bewerben zu hüten.
Somit konnte das ÖÄN wieder mit einem Wechselspieler antreten.
Nach einer klaren Niederlage gegen England, einer knappen Niederlage gegen Irland und zwei Siegen gegen Mexiko und Brasilien wurde schließlich Platz 11 errungen.

Immerhin konnten sich die ÖÄN-Spieler Nezhyba und Schmidt mit jeweils 3 Toren und
Keiblinger und Franner mit jeweils 2 Toren mehrfach in die Schützenliste eintragen.
Mit 9 Punkten aus 10 Spielen fiel die Bilanz überschaubar aus und somit gilt es in Vorbereitung auf die WMFC 2019 in Mexiko neben einigen Verbesserungen vor allem
das Hauptaugenmerk auf eine Erhöhung der Kaderdichte zu legen.

 
Ein schöner Abschluss

Für das letzte Spiel gegen Kanada trat nur mehr eine Rumpfmannschaft auf, nachdem Vetta und Summereder weiterhin verletzt waren, Ornig, Hitti und Fiedler bereits frühzeitig abreisen mussten. Aus diesem Grund bekamen wir mit Keiblinger und Franner dankenswerterweise Unterstützung aus der Mastersmannschaft. Coach Weichinger musste ebenfalls krankheitsbedingt die Heimreise antreten.  

Das Spiel startete gut. Österreich war am Drücker und ließ Kanada kaum nennenswerten Ballbesitz übrig. Wie verhext bei dieser WM schoss sich aber Kanada mit ihrem allerersten (sic!) Torschuss auch gleich in Führung. 
Doch wir sollten nicht aufstecken, spielten unsere Dominanz weiterhin aus und kamen somit durch Gruber zum mehr als wohlverdienten Ausgleich. Wir blieben dran, drückten, wollten diesen Sieg unbedingt. Dies konnte man auch im Zweikampfverhalten sehen, bei dem sich Sacherer leider verletzte und ausgetauscht werden musste. Ein weiterer Ausfall. Für ihn kam Keiblinger auf den Platz. 
Nach einer Kombination von Reinwein und Gruber ließ dieser mit dem Kopf abprallen und Haiden verwandelte unhaltbar zum 2-1 Halbzeitstand. 

Trotz der Hitze und schwerer Knochen war kein Anschein von Müdigkeit zu sehen. Das Team hatte Blut geleckt und wollte mehr. Es folgte Angriff über Angriff. Gruber, Fischer und Kau stürmten was das Zeug hielt. So kam es nicht von ungefähr, dass wir nur wenige Minuten später erneut gefährlich in den Strafraum vordrangen. Gruber konnte nur durch ein Foul gestoppt werden und verwertete selbst den Elfmeter souverän. 

Doch auch dieses sollte nicht das letzte Tor unserer Mannschaft bleiben – Franner krönte seine gute Leistung durch einen gekonnten Lupfer auf Gruber, welcher damit seinen Hattrick zum 4:1 vollendete. Weitere Großchancen konnte der kanadische Tormann abwehren. Mit der letzten Aktion verkürzten die Kanadier nach einem Corner auf das Endergebnis 4:2 – ein gelungener Abschluss einer langen und zusammenschweißenden Woche!

 

Unser Dank gilt am heutigen Tage vor allem unseren Masters, welche uns am und neben dem Platz immer tatkräftig unterstützen und mit ihrer Fitness und Elan Vorbilder für uns sind.