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3. Spieltag Drucken

Das ÖÄN stand am Dienstag vor einer schwierigen Aufgabe:  für den Aufstieg musste ein Sieg her.

In den letzten Partien gegen die amerikanischen Freunde hatte Österreich immer das Nachsehen gehabt.
Unsere rekonvaleszenten Spieler (Gruber, Ornig, Reinwein, Örley) meldeten sich wieder fit – somit konnte das ÖÄN wieder aus dem Vollen schöpfen. Das Spiel startete von österreichischer Seite her äußerst druckvoll. Schnell war klar, wer hier in den nächsten 80 Minuten den Ton angeben wird. Bereits in der 9. Minute setzte Arnitz eine Hereingabe von Jara per Kopf nur knapp über die Latte. Weitere Chancen folgten: Fernschüsse von Örley und Borbas blieben leider ohne Erfolg. Immer wieder zeichnete sich der starke amerikanische Schlussmann aus. Nach einem Lattenpendler köpfte Fischer schließlich unhaltbar ins Netz ein– leider wurde vom Unparteiischen das Tor aufgrund einer knappen Abseitsposition aberkannt. Ein Elfmeter nach Foul an Jara wurde vom amerikanischen Tormann ebenfalls erfolgreich (zum zweiten Mal bei dieser WM!) pariert. Die USA konnten nur einmal in der ersten Halbzeit durch einen Weitschuss, der sich gefährlich knapp über die Latte des österreichischen Gehäuses senkte die heimischen Fans schockieren – zu stark war das rotweißrote Bollwerk. Trotz drückender Feldüberlegenheit konnten die heimischen Kicker so in den ersten 40 Minuten keinen zählbaren Erfolg verbuchen.

Somit ging es mit einem 0:0 in die Halbzeitpause.

In der zweiten Halbzeit ging es ähnlich weiter. Das ÖÄN ließ den Amerikanern keine nennenswerten Chancen. Dies war unter anderem erneut Aberer zu verdanken, der die gegnerischen Stürmer zur Verzweiflung brachte. Auch Sacherer, Borbas und Kollegger trugen das ihrige zur souverän von Kaltenbrunner organisierten Abwehr bei. Nach den unglücklichen Ereignissen der ersten Halbzeit, zeigte das Team starken Zusammenhalt und Moral. Reinwein und Haiden fügten sich nach Einwechslung äußerst gut in das Konzept des Trainerstabs ein. Immer wieder konnten gefährliche Aktionen jedoch ohne zählbaren Erfolg generiert werden. Die Spannung stieg immer weiter an. Schließlich gelang die Erlösung durch einen Kau-Schuß von halbrechts, den der amerikanische Keeper nur mehr ins eigene Tor ablenken konnte. Das Steinbergstadion jubilierte. Aufgrund der Gruppensituation war es nun wichtig das Torverhältnis zu unseren Gunsten zu verbessern. Zunächst kam es jedoch wieder zu einer Schrecksekunde als Amerikas Nummer 9 den Ball mit dem Außenrist an die Stange des langes Eckes lenkte. Nach einer suspizierten Knöchelbänderruptur am Montag wurde 10 min. vor Schluß Gruber eingewechselt. Dieser Zug von Trainerteam Weichinger/Burgstaller sollte sich bezahlt machen. Nach einem weiten Abschlag verlängerte Haiden per Kopf und Gruber fand sich allein vor dem amerikanischen Goalie. Gekonnt zirkelte der Stürmer mit dem linken Fuß den Ball unhaltbar am Tormann vorbei ins kurze Eck. Das USMST konnte danach nichts mehr entgegensetzen und das österreichische Team muss nun als ungeschlagener Gruppenzweiter auf die Ergebnisse der anderen Gruppen warten.