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Je länger (das Turnier) – desto besser (das ÖÄN) Print
Nach 2 hochverdient eingefahrenen Siegen im untersten Playoff dieser WM in Cancun
wollte das österreichische Team den Sieg-Hattrick schaffen und auch gegen die
Ärztekollegen aus Venezuela voll punkten.
Österreich ging aufgrund der herausragenden Leistungen der vorangegangenen Spiele
als Favorit in das Spiel. Ein Umstand den das ÖÄN nicht ganz gewohnt ist, somit konnte
nur vermutet werden wie die Mannschaft mit dem Druck nun umgehen würde. Zudem
fehlte mit Fischer eine Stütze des Teams und auch Spielmacher Ornig zehrte an den
Anstrengungen der letzten Tage und musste sich vorerst selbst auf die Bank zwingen.
Schragel musste aufgrund einer Knieverletzung bereits nach dem 4. Spiel passen.
Ungeachtet der mittlerweile dünnen Kaderdichte und der wie bisher heißen
Temperaturen startete das ÖÄN schwungvoll in die Partie. Die Venezuelaner, sichtlich
überrascht vom hohen Tempo welches unser Team an den Tag legte, konnte sich in den
ersten Minuten des Spiels kaum aus der Bedrängung um den eigenen Strafraum
befreien. Es ergaben sich zahlreiche Torchancen durch Ivanschitz, Plank und Gruber, die
Dominanz konnte jedoch vorerst nicht in einem Torjubel enden. Eine kurze
Schrecksekunde ergab sich, als aus einem Konter der venezuelanische Stürmer alleine
auf Goalie Pichler zulief, aber glücklicherweise verstolperte.
Weiter lief das Spiel wie auf einer schiefen Ebene Richtung Tor der Südamerikaner –
nach etwa 30 Minuten auch mit einem glücklichen Ende. Marhold überspielte sich im
gegnerischen Straufraum in unnachahmlicher Manier selbst, ließ einen Innenverteidiger
auf der Strecke und schlenzte die Kugel wunderschön ins lange Eck. 1-0 hieß auch der
Pausenstand.
Weiter rollten die Angriffe auf das Tor der Venezuelaner und kurz vor dem Pausenpfiff
war es Walter Kau der seinen 3. Treffer im Turnier erzielen konnte.
Kurz nach dem Seitenwechsel erzielte Plank das vermeintliche 3:0 nach einem
Abstauber, allerdings zählte der Treffer aufgrund einer Abseitssituation
nicht. Aus einer ähnlichen Situation konnte Plank dann jedoch jubelnd abdrehen –
nach starker Einzelleistung landete ein Heber von Gruber nur an der Stange und erneut
war es Plank, der goldrichtig stand und aus kurzer Distanz einschoss.
Die Venezuelaner kamen in der Folge noch zu Anschlusstreffern, die jedoch aufgrund
des gleich darauf erzielten WM-Debut-Tors von Vetta das Spiel nicht mehr zum kippen
brachten. Den Schlusspunkt setzte erneut Gruber zum hochverdienten und umjubelten
5:2 Sieg.
Durch diesen Sieg konnte man sich schlussendlich den 17. Platz bei dieser WM sichern.
Angesichts der tollen Leistungen im unteren Playoff (13:3 Tordifferenz) hätte sich das
ÖÄN wohl eine bessere Platzierung verdient gehabt. Die Niederlagen gegen die starken
Gegner in der Vorrunde (Tschechien wurde letztendlich Vize-Weltmeister, Argentinien 4.)
und der unglückliche Punkteverlust gegen Südkorea ließen letztendlich kein besseres
Gesamtergebnis zu.
Das ÖÄN konnte sich im Verlauf dieser WM kontinuierlich steigern, wohl ein Indiz dafür
dass sich die Mannschaft mit vielen neuen Spielern wohl etwas Zeit nehmen musste um
sich gewinnbringend einzuspielen. Alleine aufgrund der tollen Urlaubsdestination, der
nahezu einwandfreien Organisation des Turniers und des tollen freundschaftlichen
Klimas in unserem Team hat es sich zweifelsfrei ausgezahlt, die Reisestrapazen in Kauf
zu nehmen.
Im nächsten Jahr wartet Argentinien als WM-Veranstalter. Auch dort wollen wir wieder
voll angreifen. Grundlage dafür ist jedoch ein großer und spielstarker Kader.
Dementsprechend rufen wir alle Spieler des ÖÄN jetzt schon auf, sich diesen Termin
(voraussichtlich Mitte/Ende September 2020) im Kalender einzutragen.